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Herzbericht 2017
14.02.2018

Wieder mehr Menschen an Herzerkrankungen gestorben

Wieder mehr Menschen an Herzerkrankungen gestorben

Der Herzbericht untersucht jährlich Deutschlands Herzen

Im Jahr 2017 sind in Deutschland mehr Menschen an Herzerkrankungen gestorben als im Jahr davor. Vor allem Frauen sind betroffen. Das geht aus dem Deutschen Herzbericht hervor, den die Deutsche Herzstiftung jährlich veröffentlicht.

Die häufigste herzbedingte Todesursache ist die Koronare Herzerkrankung. Sie führt häufig zum Herzinfarkt. Bundesweit starben im Jahr 2015 insgesamt 128.230 Menschen an den Folgen einer Koronaren Herzerkrankung. Im Jahr 2014 waren es noch 121.166 Sterbefälle. An zweiter Stelle steht die Herzschwäche (Herzinsuffizienz): An dieser Erkrankung starben im Jahr 2015 gut 47.400 Menschen (2014: 44.551). Die Herzschwäche ist eine der häufigsten Gründe, warum Menschen stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ebenfalls gestiegen sind die Todesfälle infolge von Herzklappenerkrankungen und Herzryhthmusstörungen.

"Dieser Anstieg vorallem der Herzschwäche erfordert besondere Aufmerksamkeit seitens der Herzmedizin und Anstrengungen in der Versorgung der teils schwerkranken Patienten auch angesichts der stetig zunehmenden Krankenhausaufnahmen von über 11.000 pro Jahr“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Viele Sterbefälle sind laut Herzstiftung vermeidbar. "Viele Klinikeinweisungen und Sterbefälle durch Herzschwäche und andere Herzkrankheiten könnten durch verbessertes Wissen über die Krankheitssymptome, richtiges Notfallverhalten bei den Betroffenen und Vorsorgemaßnahmen wie frühzeitige Blutdruck- oder Pulsmessung vermieden werden. Deswegen sind Anstrengungen in der Aufklärung unverzichtbar", betont Meinertz.

Alle Informationen und Details zum Herzbericht können SIe unter https://www.herzstiftung.de/herzbericht nachlesen.